Nicht nur das Ahrtal wurde vor fast auf dem Tag genau 5 Jahren, von einem Starkregenereignis heimgesucht. Auch das Kalltal zwischen Simonskall und Zerkall hatte mit einem rapide ansteigendem Pegel zu kämpfen. Hier hatte ich über das Hochwasser berichtet. Kuriosum: Genau wie bei der Tour vor fünf Jahren hatte ich heute einen Reifenschaden und mit der Dichtmilch zu kämpfen. Die hielt wieder und brachte mich sicher nach Hause. Hier wurde die über die Region bekannte Papierfabrik so stark in Mitleidenschaft gezogen, dass die historischen Maschinen für immer unbrauchbar wurden. Hier in Zerkall wurde das Büttenpapier hergestellt, auf dem die Verfassung der Bundesrepublik Deutschland gedruckt wurde! Alle Brücken im besagten Abschnitt wurde vom Hochwasser mitgerissen und zerstört. Nun ist es endlich soweit. Zwei bei Wanderer und Radfahrer besonders beliebte Brücken wurden komplett neu aufgebaut und sind nun freigegeben.
Zülpich war als römischer Vicus Tolbiacum ein wichtiger Knotenpunkt an der antiken Via Agrippa, der bedeutenden Römerstraße, die von Lyon über Trier bis nach Köln führte. Ich bin Teilabschnitte davon mit dem Gravelbike befahren, bzw. auf Wegmarken dieser einstigen wichtigen Handelstrasse gestoßen. Doch der Reihe nach, denn vorher bin ich bei Bleibuir auf Spuren, d.h. auf Verweise auf eher sparsame Spuren zum Eisenerzabbau im 18. Jhd. in der Nähe von Mechernich gestoßen. Im Anschluss der Eickser Busch, in dem ein römischer Wachturm gestanden haben soll. Hier trifft man bereits auf die Agrippastrasse und auf eine Waldkappelle mit Madonnenfigur, welche 1782 errichtet wurde. Zülpich, die einstige Römerstadt mit dem lateinischen Namen Tolbiacum, wurde heute von mir nur angekratzt. Im großen und ganzen eine abwechslungsreiche Tour mit voreifeltypischen moderaten Höhenmeter, die sich jedoch aufaddieren.